André-Pascal Werthwein

Kommunikationsdesign — Web Design & Web Development

Communication Design — Web Design & Web Development

André-Pascal Werthwein

Kommunikationsdesign — Web Design & Web Development

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私のなまえはなんですか。

Wie lautet mein Name?

What is my name?

Ein neues Leben — ein neuer Name

A new Life — a new Name

Wenn man für längere Zeit in ein Land zieht, das so fremd ist wie Japan, dann verändert man sich unwillkürlich. Man passt sich an, integriert sich. Man lässt von alten Angewohnheiten ab und nimmt Neue an. Auf viele dieser Veränderungen ist man vorbereitet und auf manche dieser Veränderungen freut man sich sogar. Man passt sich also aktiv an.

When you move for a long period of time into a country as different as Japan, you change involuntarily. You adjust and integrate yourself. You loose old habits and creates new Ones. You are prepared for a lot of these changes, some of these changes are even welcome. You actively adjusts.

Manche dieser Veränderungen sind jedoch so einfach und banal, sodass sie einen trotz all der Vorbereitungen, überraschen. Die Veränderung, die mich am meisten überrascht hat, war die meines Namens. Wenn man sich in Japan als Einwohner registriert, bekommt man einen neuen Namen. Natürlich wird dabei aus einem deutschen Namen nicht auf einmal ein Japanischer. Nein, der eigene Name wird [auf Basis der Silbenschreibweise der Katakana] umgeschrieben, sodass er im Japanischen ausgesprochen werden kann. Es ist also kein vollkommen »Neuer Name«. Die Veränderung erscheint zuerst sogar marginal und doch schlägt diese Veränderung ihre Wellen. Man muss aufs Neue lernen den eigenen Namen zu schreiben, den eigenen Namen zu sprechen und sich auch mit diesem zu identifizieren.

Some of these changes are that simple and banal, that they in spite of all the preparations, still surprise. The change that surprised me the most, was the change of my own name. When you register as a resident in Japan, you get a new name. Of course, the former German name does not change into a Japanese Name all of a sudden. No, the Name is rewritten [on the basis of the Japanese Syllabary Katakana], so that it can be pronounced in Japanese. So it is not a completely »New Name«. A first this change seems to be marginal, yet this change is followed by quite a few challenges. You have to »Re-Learn« how to write your own name, to hear your own name and also to identify yourself with the »New Name«.

A N DO RE PA SU KA RU BA A TO BA I N

Anfangs ist der »Neue Name« etwas befremdlich. Man stellt sich stets mit dem deutschen Namen vor, nur um sich anschließend zu korrigieren. Es braucht einige Zeit, bis man sich an den Namen gewöhnt hat und diesen dann auch, wie den eigenen Namen verwendet. Mit diesem Wandel keimt auch ein gewisser Stolz auf.

In the beginning the use of the »New Name« is strange. You introduce yourself with the German Name, just to correct yourself afterwards. It needs quite some time, until you are fully used to the Name, and also use the Name as your own. A change, that results in a certain pride.

Abgesehen von diesen Veränderungen und dem »Neu-Lernen« ist an den Namen in gewisser Weise auch eine neue [bleibende] Ich-Definition geknüpft.

Besides all these Changes and the »Re-Learning« the Name is also connected to a new [lasting] Self-Definition in a certain way.

私はどこにすみましたか。

Wo habe ich gelebt?

Where did I live?

大津滋賀県日本

Ich habe in Otsu in der Präfektur Shiga gelebt. Die Präfektur ist von vielen der bekannteren Präfekturen und Städte Japans umgeben. So schließen Kyoto und Nara direkt an die Präfektur Shiga an. Aber auch Osaka ist in unter einer Stunde mit dem Zug zu erreichen. Ich habe also im kulturellen Zentrum Japans gelebt und war umgeben von Vielen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die Japan zu bieten hat.

I lived in Otsu in Shiga Prefecture. The Prefecture is surrounded by a lot of the most famous Prefectures and Cities of Japan. Kyoto as well as Nara are located directly next to Shiga Prefecture. But also Osaka can be reached within an hour by train. So I lived in cultural center of Japan and was surrounded by quite a few of the most famous Sights, Japan has to offer.

Während meiner Zeit in Japan konnte so viel meiner freien Zeit reisend verbringen und kam gleich zu Beginn sogar in den Genuss des Hanami, der japanischen Kirschblüte.

During my time in Japan I was able to do a lot of traveling in my spare time and also was lucky enough to experience the Hanami, the Japanese Cherry Blossom.

Otsu selbst in ein relativ großes Stadtgebiet, das auch mehrere kleinere Städte einschließt, wie zum Beispiel Ogotoonsen. [In Ogotoonsen steht die »Seian University of Art and Design«.] Otsu liegt direkt am Ufer des größten Sees Japans, dem »Biwa« und liegt, trotz der Nähe zu Kyoto, noch abseits genug, um vor den hektischen Touristenmassen sicher zu sein.

Otsu itself is a relatively large city, which also includes quite a few smaller Cities, such as Ogotoonsen. [The »Seian University of Art and Design« is located in Ogotoonsen.] Otsu is located at the shore of the larges lake of Japan, »Lake Biwa«. In spite of the proximity of Kyoto, Otsu is still far away enough to be safe from the hectic tourist crowds.

私はなにおべんきょおしていますか。

Was habe ich studiert?

What did I study?

成安造形大学

Entgegen meines eigentlichen Fokus »Web Design«, habe ich in Japan im Fachbereich »Illustration« studiert. Jetzt könnte man berechtigterweise fragen: »Warum aus dem Fokus ausbrechen?« Die Antwort darauf ist relativ simpel. Wenn man als Gestalter in ein Land geht, das so grundlegend verschieden ist, von dem, was man vielleicht Heimat nennt, dann möchte man so viele Einflüsse wie möglich wahrnehmen, um sich gestalterisch [und natürlich auch persönlich] weiterzuentwickeln. Während es im Bereich des »Web Design« in Japan kaum Unterschiede gibt — weder in der Ausgestaltung noch in der technischen Herangehensweise — bietet der Fachbereich »Illustration« ein großes Spektrum an möglichen stilistischen Einflüssen. Hinzu kommt auch die einzigartige gestalterische Geschichte Japans, wie beispielsweise die bekannten »Ukiyo-e« [oder »Bilder der fließenden Welt«].

Usually I focus on the topic of »Web Design«, but in Japan I mainly worked in field of »Illustration«. Now you could legitimately ask: »Why not staying in focus?« Well the answer is pretty simple. When being a designer and coming to a country that is majorly different from the country you might call home, you want to get as many influences [creative as well as personal] as possible. In the field of »Web Design« there are almost no differences — neither in the design nor in the technology — the subject of »Illustration« on the other hand offers a wide spectrum of stylistic influences. Japan also has a unique history in »Art« and »Illustration«, for example the »Ukiyo-e« [or »Pictures of the floating World«].

ヂジタルイラストべーシック。

Digital Illustration Basic

Digital Illustration Basic

Dieser Kurs behandelte viele von den Photoshop-Basis-Kenntnissen, die in Kursen an Hochschulen in Deutschland gar nicht gelehrt werden. Der Kurs unterstützte dabei vor allem die Einbindung methodischer und vorausschauender Prozesse [bezüglich der Qualität von Bilddaten] in die normalen Arbeitsprozesse.

This course attended to Photoshop-Basic-Knowledge, that is not taught in a lot of the Universities in Germany. The course mainly supported the integration of methodical and provident processes [in relation to the Quality of Image-Data] into the normal Working-Process.

Über diese Basis hinaus wurde in diesem Kurs auch in die Grundlagen des »Digital Painting« eingeführt. Ein Fachgebiet indem sich autodidaktisches Lernen, aufgrund zuvor genannter Prozesse und der Vielzahl an verbreiteten Arbeitsszenarien, als schwer erweist.

Beyond this Basis, the course also gave the Basics of »Digital Painting«. A subject that due to the aforemen- tioned processes and the broad variety of working-scenarios is especially difficult to properly learn without any guidance.

こうどなヂジタルイラスト。

Digital Illustration Advanced

Digital Illustration Advanced

Dieser Kurs leitete ein mit fortgeschrittenen Kenntnissen in den typischen Programmen der »Adobe Creative Cloud« und konzentrierte sich dann vertiefend auf die Arbeitsprozesse komplexerer Illustrationen. Der Kurs ging dabei auch auf verschiedene gestalterische Methoden ein, wie beispielsweise Typografie oder Komposition. Besonders interessant und auch nicht allzu leicht waren der Umgang mit der japanischen Schriftsprache und die Verwendung der japanischen Schrifttypen im korrekten kulturellen Kontext.

This course started out with advanced Learning in the typical programs of the »Adobe Creative Cloud« and focused on the working processes of complex Illustrations. The course also attended to diverse Design-Methods, such as Typography or Composition. Fascinating and also not too easy was Working with Japanese Typefaces and their Use in right cultural context.

Im Rahmen dieses Kurses ist das Projekt »Ozumo« entstanden, das mit einer illustrativen Posterserie für die jährlichen »Ozumo«-Wettkämpfe in Nagoya [Präfektur Aichi] wirbt.

During this course the Project »Ozumo« was created, which consists of a series of illustrative Posters, that advertise the yearly »Ozumo«-Tournament in Nagoya [Aichi Prefecture].

Das Projekt ist im Portfolio oder auf Behance zu finden.

The project can be found in the Portfolio or on Behance.

まんが。

Manga

Manga

Dieser Kurs bot den insgesamt intensivsten Einfluss japanischer Ästhetik. Hier wurde im Rahmen eines 16-seitigen Buch-Konzepts [japanischen Aufbaus] eine Bildergeschichte — Manga — entwickelt. Der Kurs fokussierte dabei nicht nur auf die Ausgestaltung, sondern sensibilisierte auch für den Aufbau und für qualitative Faktoren einer Storyline. Außerdem wurde auch intensiv auf die Entwicklung und anschließende Ausgestaltung eines [in der Storyline] starken Charakters eingegangen.

This course offered the most intense influence of Japanese Aesthetics. During this course a full 16-page Book-Concept [in Japanese Structure] as a picture story — Manga — was developed. The course focused not only on the Design, but also sensitized for the structure and for the qualitative factors of a Stroyline. Furthermore, this course also intensely attended to the Development as well as the Design of a [within the Storyline] strong Character.

In diesem Kurs ist ein Manga entstanden, das sich mit der [scheinbar magischen] Erleuchtung des Protagonisten »Kioko« im Kontext des Tempels »Kotoku-in« in Kamakura Präfektur Kanagawa beschäftigt.

During this course a Manga was created, that depicts the [seemingly magic] Enlightenment of the Protagonist »Kioko« within the context of »Kotoku-in« Temple in Kamakura, Kanagawa Prefecture.

Das Projekt ist im Portfolio oder auf Behance zu finden.

The project can be found in the Portfolio or on Behance.

私はどのように話しましたか。

Wie habe ich gesprochen?

How did I speak?

Eine Sprache sprechen ...

Speak a language ...

Bereits 1,5 Jahre, bevor ich nach Japan gereist bin, habe ich angefangen »Japanisch« zu lernen. Diese Sprache hat einige Aspekte, die das Lernen der Sprache vereinfachen. So gibt es beispielsweise nicht einmal im Ansatz so viele Zeit-Konzepte, wie wir sie im Deutschen kennen. Allerdings gibt es auch viele andere Aspekte, die das Lernen der Sprache erheblich erschweren. Dazu gehören beispielsweise auch die unterschiedlichen (Silben-)Schriften - die in Abhängigkeit von der Wortherkunft verwendet werden - und dann sind da noch die komplexen Kanji. Die größte Herausforderung im Gespräch stellt für den Fremdsprachler allerdings wohl die Kontextsensitivität der Sprache dar. Manche Worte/Wort-Kombinationen verändern ihre Bedeutung in Abhängigkeit vom Kontext. So kommt es schnell mal vor, dass man nicht mehr richtig verstanden wird, wenn die grammatikalische Struktur der Aussage gebrochen ist.

Already 1.5 years before I went to Japan, I started learning »Japanese«. The Japanese language has a few aspects, which simplify the learning process. The Japanese language doesn’t know nearly as many tenses as the German language for example. But there are still quite a few aspects that make Japanese difficult to learn. There are the two syllabaries - which are used depending on the origin of each word - and there are also the complex Kanji. The biggest challenge in the communication is the context sensitivity of the Japanese language. A few words/word-combinations change their meaning depending on the context. It easily happens that you are not understood, when your sentence structure is broken.

Während meiner Zeit in Japan habe ich [fast] immer als Erstes versucht die Aussage/Frage auf Japanisch zu formulieren und habe dann bei Problemen oder Vokabular-Mangel auf das Englische zurückgegriffen.

During my time in Japan, I [almost] always tried to form sentences/questions in Japanese and used English only when there was a problem or when I lacked the vocabulary.

私はどのように理解しましたか。

Wie habe ich verstanden?

How did I understand?

Eine Sprache verstehen ...

Unterstand a language ...

Interessanterweise verhält es sich mit dem eigenen Verständnis doch etwas anders, als mit dem Sprechen. Am Anfang ist mir das Verstehen schwergefallen, aber ab einem gewissen Punkt gewöhnt man sich ein und fängt an anders zuzuhören. Man wird sensibel für feinste Nuancen eines Gespräches. Man hört auf einer anderen Ebene zu und versteht die allgemeine Aussage/Frage, ohne wirklich die ausgesprochenen Worte verstehen zu müssen. Hier hilft außerdem der Kontext, der im gesprochenen Japanisch oft ein Hindernis darstellt.

Interestingly the own Understanding is way easier than having to speak. In the beginning it of course was challenging, but as soon as you adjusted, you start to listen in a different way. You become more sensitive to fine Nuances within a conversation. You start listening on a different level and understand the general statement/question without having to understand every single word. The context, which while speaking often is an obstacle, now supports the understanding.

In den japanischen Vorlesungen war das Verständnis kein unüberwindbares Problem. Gestützt durch Präsentationen, also einen visuellen Kontext, wurde das Verständnis sogar noch weiter vereinfacht.

Within the Japanese lectures Understanding was not an insurmountable problem. Supported by presentations, visual contexts, which further simplified the Understanding.

身振り手振り。

Wie gestikuliere ich?

How do I gesticulate?

Achtsamkeit in der Geste

Awareness in Gestures

Auch Gesten tragen bekanntermaßen zum Verständnis bei, allerdings nur, wenn man den gleichen/einen ähnlichen Kulturkontext teilt. In Japan wird anders gestikuliert, als es in Deutschland [oder Europa] üblich ist. Anfangs verwirren die Gesten noch etwas, doch relativ schnell gewöhnt man sich diese Dinge an.

In general Gestures also influence our Understanding, but only, if we share the same/a similar cultural context. In Japan the way in which gestures are made, is different from Germany [or Europe]. In the beginning these gestures can be confusing, but you get used to these gestures pretty fast.

Manche dieser Unterschiede sind jedoch besonders auffällig. So zeigt ein Japaner das »Ich« immer an, indem er mit dem Zeigefinger auf das eigene Gesicht deutet, während in unserem Kulturkontext typischerweise mit dem Daumen auf die Brust gedeutet wird. Hier wird deutlich wie beiläufig wir unser Selbst anzeigen, während in Japan vielmehr Fokus in dieser Anzeige liegt. Wie kommen diese Unterschiede zustande? Welcher kulturelle Unterschied führt diese Gestik herbei?

Some of these differences are pretty obvious. Japanese People for example indicate their Self by pointing with their index finger at their own face, while we in Germany use our thumb to point at our chest. This makes very clear how casually we point at ourselves, while in Japan there is a lot more focus in the indication of the Self. Where do these different gestures come from? What cultural difference is it, that is expressed in the differences?

私はどこで旅行したのですか。

Wohin bin ich gereist?

Where did I travel?

国内を遊歴する

Während meiner Zeit in Japan habe ich praktisch jede freie Minute dazu genutzt mir die umliegenden Präfekturen, Städte und auch andere Teile Japans anzusehen. Dabei war ich nicht nur in den Gegenden unterwegs, die typischerweise viele Touristen anziehen, sondern habe mir auch viele Ziele ausgesucht, in die sich nur selten Touristen verirren. Neben Tempeln und Schreinen besuchte ich auch viele Stätten von historischer Bedeutung. Die verschiedenen Daibutsu [Großer Buddha] Japans übten auch ihre ganz eigene Anziehung auf mich aus.

During my time in Japan I practically used every spare minute to explore the surrounding Prefectures, Cities and other parts of Japan. I not only visited areas, which typically attract a lot of tourists, but also chose Destinations, where tourists only rarely spend their time. Besides Temples and Shrines I also visited a lot of different places of historic importance. Also, Japan’s different Daibutsu [Great Buddha] attracted me in their very own way.

Natürlich war ich nicht nur Sightseeing, sondern habe mich auch in anderer Hinsicht mit der Kultur Japans auseinandergesetzt und habe so Ausstellungen, Performances und Theaterstücke besucht. So war ich unter anderem bei den Sumo-Kämpfen in Nagoya [Präfektur Aichi], im Puppen-Theater in Osaka [Präfektur Osaka], im Noh-Theater in Kyoto [Präfektur Kyoto] und auch im Maiko-Theater in Kyoto [Präfektur Kyoto].

Of course, I did not only spend my time with Sightseeing, I also enjoyed Japanese culture in many other ways. I visited exhibitions, saw performances and theaters. Doing this I among others saw; the »Ozumo«-Tournament in Nagoya [Aichi Prefecture], the Puppet-Theater in Osaka [Osaka Prefecture], the Noh-Theater in Kyoto [Kyoto Prefecture] and also the Maiko-Theater in Kyoto [Kyoto Prefecture].

Am schönsten war es jedoch immer dort, wo ich mit [fremden] Japanern ins Gespräch kam. [Manchmal auf Japanisch, manchmal auf Englisch.]

I always enjoyed those places the most, where I got the chance to interact with [unfamiliar] Japanese People. [Sometimes in Japanese, Sometimes in English.]

私を魅了したのは何ですか。  一部

Was hat mich fasziniert? — Teil I

What fascinated me? — Part I

Was hat mich fasziniert?

What fascinated me?

Es gab viele Themen, die mich in Japan fasziniert haben. In Japan gibt es so viele Dinge, die darauf zu warten scheinen, entdeckt und erfahren zu werden. Eines der Themen, das mich in besonderem Maße interessiert hat, war der »Buddhismus«. Natürlich ist das durchaus ein Thema, das mich auch schon vor meiner Zeit in Japan beschäftigt hat, aber die verschiedenen Daibutsu [Großen Buddhas] in Japan zu sehen, hat dieses Interesse noch einmal intensiviert.

There were quite a lot of things that fascinated me in Japan. In Japan there are so many things that seemingly just wait to be discovered and experienced. One of the topics, that especially interested my was »Buddhism«. Of course, this is a topic that already interested me before my time in Japan, but seeing the different Daibutsu [Great Buddha] further intensified that interest.

Auch die verschieden Formen des »Buddhismus« [Zen, Esoterischer Buddhismus] und die Art und Weise, in der der »Buddhismus« in Japan Ausdruck findet, waren absolut faszinierend. Viele der bekannten buddhistischen Tugenden scheinen in Japan ihren Weg in das alltägliche Handeln gefunden haben, so beispielsweise der höfliche und geduldige Umgang miteinander und die beachtenswerte Achtsamkeit, die sichtlich alle Tätigkeiten bestimmen.

The different Versions of »Buddhism« [Zen, Esoteric Buddhism] and the way in which »Buddhism« expresses itself in Japan, were absolutely fascinating. A lot of the well-known Buddhist Virtues seemingly found their way into Japanese everyday Life, such as the polite and patient interaction with each other or the noteworthy Awareness, which visibly dominates all Activities.

[Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt all der Erfahrungen, die ich in Japan machen konnte. Dies kann also kaum die Erfahrung als Ganze wiedergeben und ist immer von meiner eigenen Sichtweise beeinflusst.]

[This small description is just an excerpt of all the experiences I made in Japan. This could not possible capture the experience as a whole and is always influenced by my point of few.]

私を魅了したのは何ですか。  ニ部

Was hat mich fasziniert? — Teil II

What fascinated me? — Part II

Was hat mich fasziniert?

What fascinated me?

Eines der großen Themen in Japan ist »Tee«, ein Thema, das mich auch schon vor Japan beschäftigt hat. Das Besondere an diesem Thema im Kontext Japan ist die besondere Stellung, die »Tee« in der japanischen Kultur einnimmt. »Tee« findet dabei nicht nur den Weg in die Tasse, sondern auch in Gerichte oder süße Leckereien. Vor allem in der Umgebung der, wie beispielsweise Uji [Präfektur Kyoto], findet man hier kreative, kulinarische Kreationen. Außerdem ist »Tee« auch ein wichtiger Bestandteil verschiedener kultureller Kontexte.

One of the greater topics in Japan is »Tea«, a topic, that also already fascinated me before my time Japan. The special thing about »Tea« in the context of Japan is the significance, that »Tea« has within the Japanese culture. »Tea« does not only find it’s way into the cup, but also into diverse foods and sweets. Especially in the areas around tea plantations such as Uji [Kyoto Prefecture], a lot of creative culinary Concoctions can be enjoyed. Further more, »Tea« also is an important part of different cultural contexts.

Das spannendste sind jedoch die verschiedenen Grünteesorten, die Japan zu bieten hat. Das Geschmacksprofil japanischer Grünteesorten ist allgemein viel weicher, als das anderer bekannter Sorten. Der japanische Sencha beispielsweise ist weltbekannt. Doch es gibt noch mehr als Sencha; wie beispielsweise »Houjicha«, »Fukamushicha«, »Genmaicha« oder etwa die Königsklasse »Gyokuro«.

The most interesting are the different types of »Green Tea«, that Japan has to offer. In general the flavor profile of Japanese Green Teas is a lot smoother, that other well-known types of »Green Tea«. Japanese Sencha for example is famous all around the world. But there is more than Snecha, such as »Houjicha«, »Fukamushicha«, »Genmaicha« or even the high-quality »Gyokuro«.

Meiner Begeisterung für den japanischen Tee habe ich in meinem Blog sogar ein eigenes Kapitel gewidment, das hier zu finden ist.

Within my Blog I also dedicated a chapter to my passion on Japanese Tea, which can be found here.

Etwas ganz Besonderes in Japan sind auch die »Teehäuser«. Hier kann man nicht nur »Tee«, nach verschiedenen Zubereitungen und in Kombination mit japanischen Süßigkeiten, trinken, sondern auch die »Teehäuser« selbst sind meist auch ein besonders intensives Erlebnis. Die »Teehäuser« schenken einem in gewisser Weise auch ein Stück innerer Ruhe. Auch viele der Sehenswürdigkeiten [Burgen, Tempel, etc.] haben kleine »Teehäuser«, in denen man »Tee« genießen und Ruhe finden kann.

Also very special in Japan are the »Tea Houses«. Here you can not only enjoy »Tea«, in different preparations and also in combination with japanese Sweets, but the »Tea Houses« themselves are often intense experiences. The »Tea Houses« somehow also present you with a little bit of inner Peace. A lot of the Sights [Castles, Temples, etc.] often include small »Tea Houses«, where you can enjoy »Tea« and find some Calmness.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch die recht komplexe, japanische »Tee-Zeremonie« — »一期一会«.

Also, a very special experience is the complex, japanese »Tea Ceremony« — »一期一会«.

[Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt all der Erfahrungen, die ich in Japan machen konnte. Dies kann also kaum die Erfahrung als Ganze wiedergeben und ist immer von meiner eigenen Sichtweise beeinflusst.]

[This small description is just an excerpt of all the experiences I made in Japan. This could not possible capture the experience as a whole and is always influenced by my point of few.]

私はどのように文書化しましたか。

Wie habe ich dokumentiert?

How did I document?

Blog — にほんにいきます。

Meine Zeit in Japan habe ich mithilfe eines eigens entworfenen Blogs dokumentiert. Ursprünglich diente der Blog vor allem dazu, Familie und Freunde an meinem Abenteuer teilhaben zu lassen. Während meiner Zeit in Japan bemerkte ich aber auch, dass der Blog mir selbst auch als Gedächtnisstütze diente. Die Erlebnisse und Erfahrungen häuften sich schnell so an, sodass es mir kaum noch möglich war, sie alle zu verarbeiten. Ich musste diese Dinge dokumentieren, damit ich mich auch in Zukunft noch daran erinnern kann.

I documented my time in Japan using a specially designed blog. At first the blog was a way for me to give family and friends the possibility to take part in my adventure. Soon I realized, that the blog also helped me to remember. All those different experiences piled up really fast and at some point it was too much to actually process all of it. I had to document all of those things, to be able to remember everything in the future.

Der Blog kann hier. gefunden werden.

The Blog can be found here.

Im Anschluss an mein Auslandssemester habe ich für das »Komma Magazin« [Ausgabe 23] einen Bericht verfasst, der hier eingesehen werden kann. [Das Layout und die typografische Ausgestaltung des Berichts fand durch die Redaktion des »Komma Magazins« statt.]

After my Semester abroad I wrote a field report for the »Komma Magazin« [Edition 23], which can be read here. [The Layout as well as the typographic Design was done by the editorial staff of the »Komma Magazin«.]

私のなまえはなんですか

Wie lautet mein Name?

What is my name?

Ein neues Leben —
ein neuer Name

A new Life —
a new Name

Wenn man für längere Zeit in ein Land zieht, das so fremd ist wie Japan, dann verändert man sich unwillkürlich. Man passt sich an, integriert sich. Man lässt von alten Angewohnheiten ab und nimmt Neue an. Auf viele dieser Veränderungen ist man vorbereitet und auf manche dieser Veränderungen freut man sich sogar. Man passt sich also aktiv an.

When you move for a long period of time into a country as different as Japan, you change involuntarily. You adjust and integrate yourself. You loose old habits and creates new Ones. You are prepared for a lot of these changes, some of these changes are even welcome. You actively adjusts.

Manche dieser Veränderungen sind jedoch so einfach und banal, sodass sie einen trotz all der Vorbereitungen, überraschen. Die Veränderung, die mich am meisten überrascht hat, war die meines Namens. Wenn man sich in Japan als Einwohner registriert, bekommt man einen neuen Namen. Natürlich wird dabei aus einem deutschen Namen nicht auf einmal ein Japanischer. Nein, der eigene Name wird [auf Basis der Silbenschreibweise der Katakana] umgeschrieben, sodass er im Japanischen ausgesprochen werden kann. Es ist also kein vollkommen »Neuer Name«. Die Veränderung erscheint zuerst sogar marginal und doch schlägt diese Veränderung ihre Wellen. Man muss aufs Neue lernen den eigenen Namen zu schreiben, den eigenen Namen zu sprechen und sich auch mit diesem zu identifizieren.

Some of these changes are that simple and banal, that they in spite of all the preparations, still surprise. The change that surprised me the most, was the change of my own name. When you register as a resident in Japan, you get a new name. Of course, the former German name does not change into a Japanese Name all of a sudden. No, the Name is rewritten [on the basis of the Japanese Syllabary Katakana], so that it can be pronounced in Japanese. So it is not a completely »New Name«. A first this change seems to be marginal, yet this change is followed by quite a few challenges. You have to »Re-Learn« how to write your own name, to hear your own name and also to identify yourself with the »New Name«.

A N DO RE PA SU KA RU BA A TO BA I N

Anfangs ist der »Neue Name« etwas befremdlich. Man stellt sich stets mit dem deutschen Namen vor, nur um sich anschließend zu korrigieren. Es braucht einige Zeit, bis man sich an den Namen gewöhnt hat und diesen dann auch, wie den eigenen Namen verwendet. Mit diesem Wandel keimt auch ein gewisser Stolz auf.

In the beginning the use of the »New Name« is strange. You introduce yourself with the German Name, just to correct yourself afterwards. It needs quite some time, until you are fully used to the Name, and also use the Name as your own. A change, that results in a certain pride.

Abgesehen von diesen Veränderungen und dem »Neu-Lernen« ist an den Namen in gewisser Weise auch eine neue [bleibende] Ich-Definition geknüpft.

Besides all these Changes and the »Re-Learning« the Name is also connected to a new [lasting] Self-Definition in a certain way.

私はどこにすみましたか

Wo habe ich gelebt?

Where did I live?

大津滋賀県日本

Ich habe in Otsu in der Präfektur Shiga gelebt. Die Präfektur ist von vielen der bekannteren Präfekturen und Städte Japans umgeben. So schließen Kyoto und Nara direkt an die Präfektur Shiga an. Aber auch Osaka ist in unter einer Stunde mit dem Zug zu erreichen. Ich habe also im kulturellen Zentrum Japans gelebt und war umgeben von Vielen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die Japan zu bieten hat.

I lived in Otsu in Shiga Prefecture. The Prefecture is surrounded by a lot of the most famous Prefectures and Cities of Japan. Kyoto as well as Nara are located directly next to Shiga Prefecture. But also Osaka can be reached within an hour by train. So I lived in cultural center of Japan and was surrounded by quite a few of the most famous Sights, Japan has to offer.

Während meiner Zeit in Japan konnte so viel meiner freien Zeit reisend verbringen und kam gleich zu Beginn sogar in den Genuss des Hanami, der japanischen Kirschblüte.

During my time in Japan I was able to do a lot of traveling in my spare time and also was lucky enough to experience the Hanami, the Japanese Cherry Blossom.

Otsu selbst in ein relativ großes Stadtgebiet, das auch mehrere kleinere Städte einschließt, wie zum Beispiel Ogotoonsen. [In Ogotoonsen steht die »Seian University of Art and Design«.] Otsu liegt direkt am Ufer des größten Sees Japans, dem »Biwa« und liegt, trotz der Nähe zu Kyoto, noch abseits genug, um vor den hektischen Touristenmassen sicher zu sein.

Otsu itself is a relatively large city, which also includes quite a few smaller Cities, such as Ogotoonsen. [The »Seian University of Art and Design« is located in Ogotoonsen.] Otsu is located at the shore of the larges lake of Japan, »Lake Biwa«. In spite of the proximity of Kyoto, Otsu is still far away enough to be safe from the hectic tourist crowds.

私はなにおべんきょおしていますか

Was habe ich studiert?

What did I study?

成安造形大学

Entgegen meines eigentlichen Fokus »Web Design«, habe ich in Japan im Fachbereich »Illustration« studiert. Jetzt könnte man berechtigterweise fragen: »Warum aus dem Fokus ausbrechen?« Die Antwort darauf ist relativ simpel. Wenn man als Gestalter in ein Land geht, das so grundlegend verschieden ist, von dem, was man vielleicht Heimat nennt, dann möchte man so viele Einflüsse wie möglich wahrnehmen, um sich gestalterisch [und natürlich auch persönlich] weiterzuentwickeln. Während es im Bereich des »Web Design« in Japan kaum Unterschiede gibt — weder in der Ausgestaltung noch in der technischen Herangehensweise — bietet der Fachbereich »Illustration« ein großes Spektrum an möglichen stilistischen Einflüssen. Hinzu kommt auch die einzigartige gestalterische Geschichte Japans, wie beispielsweise die bekannten »Ukiyo-e« [oder »Bilder der fließenden Welt«].

Usually I focus on the topic of »Web Design«, but in Japan I mainly worked in field of »Illustration«. Now you could legitimately ask: »Why not staying in focus?« Well the answer is pretty simple. When being a designer and coming to a country that is majorly different from the country you might call home, you want to get as many influences [creative as well as personal] as possible. In the field of »Web Design« there are almost no differences — neither in the design nor in the technology — the subject of »Illustration« on the other hand offers a wide spectrum of stylistic influences. Japan also has a unique history in »Art« and »Illustration«, for example the »Ukiyo-e« [or »Pictures of the floating World«].

ヂジタルイラストべーシック

Digital Illustration Basic

Digital Illustration Basic

Dieser Kurs behandelte viele von den Photoshop-Basis-Kenntnissen, die in Kursen an Hochschulen in Deutschland gar nicht gelehrt werden. Der Kurs unterstützte dabei vor allem die Einbindung methodischer und vorausschauender Prozesse [bezüglich der Qualität von Bilddaten] in die normalen Arbeitsprozesse.

This course attended to Photoshop-Basic-Knowledge, that is not taught in a lot of the Universities in Germany. The course mainly supported the integration of methodical and provident processes [in relation to the Quality of Image-Data] into the normal Working-Process.

Über diese Basis hinaus wurde in diesem Kurs auch in die Grundlagen des »Digital Painting« eingeführt. Ein Fachgebiet indem sich autodidaktisches Lernen, aufgrund zuvor genannter Prozesse und der Vielzahl an verbreiteten Arbeitsszenarien, als schwer erweist.

Beyond this Basis, the course also gave the Basics of »Digital Painting«. A subject that due to the aforemen- tioned processes and the broad variety of working-scenarios is especially difficult to properly learn without any guidance.

こうどなヂジタルイラスト

Digital Illustration Advanced

Digital Illustration Advanced

Dieser Kurs leitete ein mit fortgeschrittenen Kenntnissen in den typischen Programmen der »Adobe Creative Cloud« und konzentrierte sich dann vertiefend auf die Arbeitsprozesse komplexerer Illustrationen. Der Kurs ging dabei auch auf verschiedene gestalterische Methoden ein, wie beispielsweise Typografie oder Komposition. Besonders interessant und auch nicht allzu leicht waren der Umgang mit der japanischen Schriftsprache und die Verwendung der japanischen Schrifttypen im korrekten kulturellen Kontext.

This course started out with advanced Learning in the typical programs of the »Adobe Creative Cloud« and focused on the working processes of complex Illustrations. The course also attended to diverse Design-Methods, such as Typography or Composition. Fascinating and also not too easy was Working with Japanese Typefaces and their Use in right cultural context.

Im Rahmen dieses Kurses ist das Projekt »Ozumo« entstanden, das mit einer illustrativen Posterserie für die jährlichen »Ozumo«-Wettkämpfe in Nagoya [Präfektur Aichi] wirbt.

During this course the Project »Ozumo« was created, which consists of a series of illustrative Posters, that advertise the yearly »Ozumo«-Tournament in Nagoya [Aichi Prefecture].

Das Projekt ist im Portfolio oder auf Behance zu finden.

The project can be found in the Portfolio or on Behance.

まんが

Manga

Manga

Dieser Kurs bot den insgesamt intensivsten Einfluss japanischer Ästhetik. Hier wurde im Rahmen eines 16-seitigen Buch-Konzepts [japanischen Aufbaus] eine Bildergeschichte — Manga — entwickelt. Der Kurs fokussierte dabei nicht nur auf die Ausgestaltung, sondern sensibilisierte auch für den Aufbau und für qualitative Faktoren einer Storyline. Außerdem wurde auch intensiv auf die Entwicklung und anschließende Ausgestaltung eines [in der Storyline] starken Charakters eingegangen.

This course offered the most intense influence of Japanese Aesthetics. During this course a full 16-page Book-Concept [in Japanese Structure] as a picture story — Manga — was developed. The course focused not only on the Design, but also sensitized for the structure and for the qualitative factors of a Stroyline. Furthermore, this course also intensely attended to the Development as well as the Design of a [within the Storyline] strong Character.

In diesem Kurs ist ein Manga entstanden, das sich mit der [scheinbar magischen] Erleuchtung des Protagonisten »Kioko« im Kontext des Tempels »Kotoku-in« in Kamakura Präfektur Kanagawa beschäftigt.

During this course a Manga was created, that depicts the [seemingly magic] Enlightenment of the Protagonist »Kioko« within the context of »Kotoku-in« Temple in Kamakura, Kanagawa Prefecture.

Das Projekt ist im Portfolio oder auf Behance zu finden.

The project can be found in the Portfolio or on Behance.

私はどのように話しましたか

Wie habe ich gesprochen?

How did I speak?

Eine Sprache sprechen ...

Speak a language ...

Bereits 1,5 Jahre, bevor ich nach Japan gereist bin, habe ich angefangen »Japanisch« zu lernen. Diese Sprache hat einige Aspekte, die das Lernen der Sprache vereinfachen. So gibt es beispielsweise nicht einmal im Ansatz so viele Zeit-Konzepte, wie wir sie im Deutschen kennen. Allerdings gibt es auch viele andere Aspekte, die das Lernen der Sprache erheblich erschweren. Dazu gehören beispielsweise auch die unterschiedlichen (Silben-)Schriften - die in Abhängigkeit von der Wortherkunft verwendet werden - und dann sind da noch die komplexen Kanji. Die größte Herausforderung im Gespräch stellt für den Fremdsprachler allerdings wohl die Kontextsensitivität der Sprache dar. Manche Worte/Wort-Kombinationen verändern ihre Bedeutung in Abhängigkeit vom Kontext. So kommt es schnell mal vor, dass man nicht mehr richtig verstanden wird, wenn die grammatikalische Struktur der Aussage gebrochen ist.

Already 1.5 years before I went to Japan, I started learning »Japanese«. The Japanese language has a few aspects, which simplify the learning process. The Japanese language doesn’t know nearly as many tenses as the German language for example. But there are still quite a few aspects that make Japanese difficult to learn. There are the two syllabaries - which are used depending on the origin of each word - and there are also the complex Kanji. The biggest challenge in the communication is the context sensitivity of the Japanese language. A few words/word-combinations change their meaning depending on the context. It easily happens that you are not understood, when your sentence structure is broken.

Während meiner Zeit in Japan habe ich [fast] immer als Erstes versucht die Aussage/Frage auf Japanisch zu formulieren und habe dann bei Problemen oder Vokabular-Mangel auf das Englische zurückgegriffen.

During my time in Japan, I [almost] always tried to form sentences/questions in Japanese and used English only when there was a problem or when I lacked the vocabulary.

私はどのように理解しましたか

Wie habe ich verstanden?

How did I understand?

Eine Sprache verstehen ...

Unterstand a language ...

Interessanterweise verhält es sich mit dem eigenen Verständnis doch etwas anders, als mit dem Sprechen. Am Anfang ist mir das Verstehen schwergefallen, aber ab einem gewissen Punkt gewöhnt man sich ein und fängt an anders zuzuhören. Man wird sensibel für feinste Nuancen eines Gespräches. Man hört auf einer anderen Ebene zu und versteht die allgemeine Aussage/Frage, ohne wirklich die ausgesprochenen Worte verstehen zu müssen. Hier hilft außerdem der Kontext, der im gesprochenen Japanisch oft ein Hindernis darstellt.

Interestingly the own Understanding is way easier than having to speak. In the beginning it of course was challenging, but as soon as you adjusted, you start to listen in a different way. You become more sensitive to fine Nuances within a conversation. You start listening on a different level and understand the general statement/question without having to understand every single word. The context, which while speaking often is an obstacle, now supports the understanding.

In den japanischen Vorlesungen war das Verständnis kein unüberwindbares Problem. Gestützt durch Präsentationen, also einen visuellen Kontext, wurde das Verständnis sogar noch weiter vereinfacht.

Within the Japanese lectures Understanding was not an insurmountable problem. Supported by presentations, visual contexts, which further simplified the Understanding.

身振り手振り

Wie gestikuliere ich?

How do I gesticulate?

Achtsamkeit in der Geste

Awareness in Gestures

Auch Gesten tragen bekanntermaßen zum Verständnis bei, allerdings nur, wenn man den gleichen/einen ähnlichen Kulturkontext teilt. In Japan wird anders gestikuliert, als es in Deutschland [oder Europa] üblich ist. Anfangs verwirren die Gesten noch etwas, doch relativ schnell gewöhnt man sich diese Dinge an.

In general Gestures also influence our Understanding, but only, if we share the same/a similar cultural context. In Japan the way in which gestures are made, is different from Germany [or Europe]. In the beginning these gestures can be confusing, but you get used to these gestures pretty fast.

Manche dieser Unterschiede sind jedoch besonders auffällig. So zeigt ein Japaner das »Ich« immer an, indem er mit dem Zeigefinger auf das eigene Gesicht deutet, während in unserem Kulturkontext typischerweise mit dem Daumen auf die Brust gedeutet wird. Hier wird deutlich wie beiläufig wir unser Selbst anzeigen, während in Japan vielmehr Fokus in dieser Anzeige liegt. Wie kommen diese Unterschiede zustande? Welcher kulturelle Unterschied führt diese Gestik herbei?

Some of these differences are pretty obvious. Japanese People for example indicate their Self by pointing with their index finger at their own face, while we in Germany use our thumb to point at our chest. This makes very clear how casually we point at ourselves, while in Japan there is a lot more focus in the indication of the Self. Where do these different gestures come from? What cultural difference is it, that is expressed in the differences?

私はどこで旅行したのですか

Wohin bin ich gereist?

Where did I travel?

国内を遊歴する

Während meiner Zeit in Japan habe ich praktisch jede freie Minute dazu genutzt mir die umliegenden Präfekturen, Städte und auch andere Teile Japans anzusehen. Dabei war ich nicht nur in den Gegenden unterwegs, die typischerweise viele Touristen anziehen, sondern habe mir auch viele Ziele ausgesucht, in die sich nur selten Touristen verirren. Neben Tempeln und Schreinen besuchte ich auch viele Stätten von historischer Bedeutung. Die verschiedenen Daibutsu [Großer Buddha] Japans übten auch ihre ganz eigene Anziehung auf mich aus.

During my time in Japan I practically used every spare minute to explore the surrounding Prefectures, Cities and other parts of Japan. I not only visited areas, which typically attract a lot of tourists, but also chose Destinations, where tourists only rarely spend their time. Besides Temples and Shrines I also visited a lot of different places of historic importance. Also, Japan’s different Daibutsu [Great Buddha] attracted me in their very own way.

Natürlich war ich nicht nur Sightseeing, sondern habe mich auch in anderer Hinsicht mit der Kultur Japans auseinandergesetzt und habe so Ausstellungen, Performances und Theaterstücke besucht. So war ich unter anderem bei den Sumo-Kämpfen in Nagoya [Präfektur Aichi], im Puppen-Theater in Osaka [Präfektur Osaka], im Noh-Theater in Kyoto [Präfektur Kyoto] und auch im Maiko-Theater in Kyoto [Präfektur Kyoto].

Of course, I did not only spend my time with Sightseeing, I also enjoyed Japanese culture in many other ways. I visited exhibitions, saw performances and theaters. Doing this I among others saw; the »Ozumo«-Tournament in Nagoya [Aichi Prefecture], the Puppet-Theater in Osaka [Osaka Prefecture], the Noh-Theater in Kyoto [Kyoto Prefecture] and also the Maiko-Theater in Kyoto [Kyoto Prefecture].

Am schönsten war es jedoch immer dort, wo ich mit [fremden] Japanern ins Gespräch kam. [Manchmal auf Japanisch, manchmal auf Englisch.]

I always enjoyed those places the most, where I got the chance to interact with [unfamiliar] Japanese People. [Sometimes in Japanese, Sometimes in English.]

私を魅了したのは何ですか  一部

Was hat mich fasziniert? — Teil I

What fascinated me? — Part I

Was hat mich fasziniert?

What fascinated me?

Es gab viele Themen, die mich in Japan fasziniert haben. In Japan gibt es so viele Dinge, die darauf zu warten scheinen, entdeckt und erfahren zu werden. Eines der Themen, das mich in besonderem Maße interessiert hat, war der »Buddhismus«. Natürlich ist das durchaus ein Thema, das mich auch schon vor meiner Zeit in Japan beschäftigt hat, aber die verschiedenen Daibutsu [Großen Buddhas] in Japan zu sehen, hat dieses Interesse noch einmal intensiviert.

There were quite a lot of things that fascinated me in Japan. In Japan there are so many things that seemingly just wait to be discovered and experienced. One of the topics, that especially interested my was »Buddhism«. Of course, this is a topic that already interested me before my time in Japan, but seeing the different Daibutsu [Great Buddha] further intensified that interest.

Auch die verschieden Formen des »Buddhismus« [Zen, Esoterischer Buddhismus] und die Art und Weise, in der der »Buddhismus« in Japan Ausdruck findet, waren absolut faszinierend. Viele der bekannten buddhistischen Tugenden scheinen in Japan ihren Weg in das alltägliche Handeln gefunden haben, so beispielsweise der höfliche und geduldige Umgang miteinander und die beachtenswerte Achtsamkeit, die sichtlich alle Tätigkeiten bestimmen.

The different Versions of »Buddhism« [Zen, Esoteric Buddhism] and the way in which »Buddhism« expresses itself in Japan, were absolutely fascinating. A lot of the well-known Buddhist Virtues seemingly found their way into Japanese everyday Life, such as the polite and patient interaction with each other or the noteworthy Awareness, which visibly dominates all Activities.

[Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt all der Erfahrungen, die ich in Japan machen konnte. Dies kann also kaum die Erfahrung als Ganze wiedergeben und ist immer von meiner eigenen Sichtweise beeinflusst.]

[This small description is just an excerpt of all the experiences I made in Japan. This could not possible capture the experience as a whole and is always influenced by my point of few.]

私を魅了したのは何ですか  ニ部

Was hat mich fasziniert? — Teil II

What fascinated me? — Part II

Was hat mich fasziniert?

What fascinated me?

Eines der großen Themen in Japan ist »Tee«, ein Thema, das mich auch schon vor Japan beschäftigt hat. Das Besondere an diesem Thema im Kontext Japan ist die besondere Stellung, die »Tee« in der japanischen Kultur einnimmt. »Tee« findet dabei nicht nur den Weg in die Tasse, sondern auch in Gerichte oder süße Leckereien. Vor allem in der Umgebung der, wie beispielsweise Uji [Präfektur Kyoto], findet man hier kreative, kulinarische Kreationen. Außerdem ist »Tee« auch ein wichtiger Bestandteil verschiedener kultureller Kontexte.

One of the greater topics in Japan is »Tea«, a topic, that also already fascinated me before my time Japan. The special thing about »Tea« in the context of Japan is the significance, that »Tea« has within the Japanese culture. »Tea« does not only find it’s way into the cup, but also into diverse foods and sweets. Especially in the areas around tea plantations such as Uji [Kyoto Prefecture], a lot of creative culinary Concoctions can be enjoyed. Further more, »Tea« also is an important part of different cultural contexts.

Das spannendste sind jedoch die verschiedenen Grünteesorten, die Japan zu bieten hat. Das Geschmacksprofil japanischer Grünteesorten ist allgemein viel weicher, als das anderer bekannter Sorten. Der japanische Sencha beispielsweise ist weltbekannt. Doch es gibt noch mehr als Sencha; wie beispielsweise »Houjicha«, »Fukamushicha«, »Genmaicha« oder etwa die Königsklasse »Gyokuro«.

The most interesting are the different types of »Green Tea«, that Japan has to offer. In general the flavor profile of Japanese Green Teas is a lot smoother, that other well-known types of »Green Tea«. Japanese Sencha for example is famous all around the world. But there is more than Snecha, such as »Houjicha«, »Fukamushicha«, »Genmaicha« or even the high-quality »Gyokuro«.

Meiner Begeisterung für den japanischen Tee habe ich in meinem Blog sogar ein eigenes Kapitel gewidment, das hier zu finden ist.

Within my Blog I also dedicated a chapter to my passion on Japanese Tea, which can be found here.

Etwas ganz Besonderes in Japan sind auch die »Teehäuser«. Hier kann man nicht nur »Tee«, nach verschiedenen Zubereitungen und in Kombination mit japanischen Süßigkeiten, trinken, sondern auch die »Teehäuser« selbst sind meist auch ein besonders intensives Erlebnis. Die »Teehäuser« schenken einem in gewisser Weise auch ein Stück innerer Ruhe. Auch viele der Sehenswürdigkeiten [Burgen, Tempel, etc.] haben kleine »Teehäuser«, in denen man »Tee« genießen und Ruhe finden kann.

Also very special in Japan are the »Tea Houses«. Here you can not only enjoy »Tea«, in different preparations and also in combination with japanese Sweets, but the »Tea Houses« themselves are often intense experiences. The »Tea Houses« somehow also present you with a little bit of inner Peace. A lot of the Sights [Castles, Temples, etc.] often include small »Tea Houses«, where you can enjoy »Tea« and find some Calmness.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch die recht komplexe, japanische »Tee-Zeremonie« — »一期一会«.

Also, a very special experience is the complex, japanese »Tea Ceremony« — »一期一会«.

[Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt all der Erfahrungen, die ich in Japan machen konnte. Dies kann also kaum die Erfahrung als Ganze wiedergeben und ist immer von meiner eigenen Sichtweise beeinflusst.]

[This small description is just an excerpt of all the experiences I made in Japan. This could not possible capture the experience as a whole and is always influenced by my point of few.]

私はどのように文書化しましたか

Wie habe ich dokumentiert?

How did I document?

Blog — にほんにいきます。

Meine Zeit in Japan habe ich mithilfe eines eigens entworfenen Blogs dokumentiert. Ursprünglich diente der Blog vor allem dazu, Familie und Freunde an meinem Abenteuer teilhaben zu lassen. Während meiner Zeit in Japan bemerkte ich aber auch, dass der Blog mir selbst auch als Gedächtnisstütze diente. Die Erlebnisse und Erfahrungen häuften sich schnell so an, sodass es mir kaum noch möglich war, sie alle zu verarbeiten. Ich musste diese Dinge dokumentieren, damit ich mich auch in Zukunft noch daran erinnern kann.

I documented my time in Japan using a specially designed blog. At first the blog was a way for me to give family and friends the possibility to take part in my adventure. Soon I realized, that the blog also helped me to remember. All those different experiences piled up really fast and at some point it was too much to actually process all of it. I had to document all of those things, to be able to remember everything in the future.

Der Blog kann hier. gefunden werden.

The Blog can be found here.

Im Anschluss an mein Auslandssemester habe ich für das »Komma Magazin« [Ausgabe 23] einen Bericht verfasst, der hier eingesehen werden kann. [Das Layout und die typografische Ausgestaltung des Berichts fand durch die Redaktion des »Komma Magazins« statt.]

After my Semester abroad I wrote a field report for the »Komma Magazin« [Edition 23], which can be read here. [The Layout as well as the typographic Design was done by the editorial staff of the »Komma Magazin«.]

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